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Alles Müller - KleinkunstAlles Müller - Kleinkunst

Presse über Müller Kleinkunst

 
Susann Grunert / 22.11.13 / OTZ

Eisenberger Stolperfallen

Das "Mohrendinner für Eene" hat seinen Ursprung im Kult-Sketch "Dinner for One", versprüht allerdings reichlich Lokalkolorit. Neben Herzogin Christiana nehmen auch andere berühmte Damen aus Schloss Christiansburg an der festlich gedeckten Tafel Platz.

Herzogin Christiana (Bea Müller), Hofdame Auguste (Eva Schletter) und Fürstin Gloria (Gabriele Hemerka, von links) und der Eisenberger Löwe sind im "Mohrendinner für Eene" zu erleben. Foto: Oliver WillHerzogin Christiana (Bea Müller), Hofdame Auguste (Eva Schletter) und Fürstin Gloria (Gabriele Hemerka, von links) und der Eisenberger Löwe sind im "Mohrendinner für Eene" zu erleben. Foto: Oliver Will

Eisenberg. Nicht nur in Eisenberg gehört "Der 90."Geburtstag oder Dinner for One" zu Silvester wie Feuerwerk und Sekt­glas.

"Die wenigsten kennen allerdings die wahre Ent­stehungsgeschichte, die auf Schloss Friedenstein in Gotha ihren Ursprung hatte und mit dem Eisenberger Schloss Chris­tiansburg verwandt ist", weiß Kabarettistin Bea Müller.

Das nahm sie zum Anlass, dem Kult-Sketch einmal ordentlich ­Lokalkolorit zu verpassen. Herausgekommen ist die Parodie "Mohrendinner für Eene", die zahlreiche regionale An­spielungen in der bekannten ­Geschichte verpackt und nicht nur zu Silvester für Unterhaltung in der Region sorgen soll.

Anstatt Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom werden in Eisenberg Geheimrat, Lehrer und Sprachforscher Oskar Weise, Landrat Admiral von Heller, Frau von Unruh (beste Freundin von Herzog Christian) und Entertainer und Ehrenbürger der Stadt Gunther Emmerlich an der festlich gedeckten Tafel Platz nehmen.

Zur Stolperfalle wird nicht der Tigerkopf, sondern - stilecht - der Eisenberger Löwe. In den Hauptrollen sorgen ­indes Her­zogin Christiana (Bea Müller), Hofdame Auguste (Eva Schletter) und Fürstin Gloria (Gabriele Hemerka) für Turbulenzen. Zusammen bilden sie das "Mohr-Zart-Trio".

"Wir kennen uns seit Jahren, hatten uns aber fast aus den Augen ver­loren. Aber ich wusste, ich kann anrufen, wenn mich die Muse küsst", erzählt Bea Müller. Leider hätten sich keine männ­lichen Mitspieler gefunden, bedauert die Schauspielerin. "Dadurch konnten wir aber das Stück neu erfinden, mit ­Fi­guren aus dem Eisenberger Schloss."

Auch der ein oder andere Gag wäre so vielleicht nie entstanden. "Frauen sind irgendwie anders betrunken" - dafür nicht weniger bühnenreif. Entstanden ist ein Mix aus wahrer Geschichte, Parodie und künstlerischer Freiheit. "Das Original dauert ja eigentlich nur 18"Minuten, daraus hätte man keine abend­füllende Veranstaltung machen können", meint sie.

Geprobt wird bereits seit April. "Das Drehbuch habe ich bestimmt 1000"Mal geschrieben", erzählt Bea Müller und lacht. "Während der Proben fallen einem immer wieder Sachen ein, die dann gleich im Spiel eingebaut werden."

Im "Mohrendinner für Eene" schreibt man das Jahr 2063 und gerade ist das Barockzeitalter wieder groß im Kommen. "Wir werden auch historisch Unbekanntes in das Stück integrieren", verrät sie. "Nebenbei" werden die Besucher außerdem Interessantes rund um den Original-Sketch erfahren. "In der DDR durfte die Sendung zum Beispiele viele Jahre überhaupt nicht im Fernsehen gezeigt werden, weil so viel Alkohol konsumiert wird."

Britische Küche wird im Übrigen im "Mohrendinner für Eene" kein Gast auf dem Teller ­finden. Auch hier wurde regionale Hand angelegt. "Wir servieren Forelle aus der Rauda, Broiler, Suppe mit Eisenberger Allerlei und Prophetenkuchen", sagt Bea Müller.

 

Susann Grunert / 22.11.13 / OTZ

 

Friedhelm Berger - Allgemeiner Anzeiger - HOLZLANDBOTE vom 27.11.2013

DINNER FÜR EENE

Kabarettistin aus Eisenberg bringt Silvester-Klassiker mit neuen Gags und Lokalkolorit auf die Bühne.

 Foto: Friedhelm BergerFoto: Friedhelm Berger

Seit 50 Jahren begleitet der Silvester Klassiker "Der 90. Geburtstag oder Dinner for One" mit Miss Sophie und Butler James Millionen Fernseh-Zuschauer.*

Kabarettistin Bea Müller aus Eisenberg bringt den Kult-Sketch des englischen Komikers Freddie Frinton und seiner Partnerin May Warden jetzt mit anderen Protagonisten und neuen Gags auf die Bühne - und obendrein mit reichlich Lokalkolorit.

Titel ihres Stücks: "MOHRENDINNER FÜR EENE".

Die abgeänderte Geschichte spielt in der Mohrenstadt Eisenberg, auf Schloss Christiansburg, in dem sich heute das Landratsamt befindet.

Gefeiert wird der Geburtstag von Herzog Christians Tochter Christiana.

Bea Müller die in dem Stück ihre Rolle einnimmt: "Wie in jedem Jahr hat die Adlige dazu ihre vier engsten Freunde eingeladen - alles prominente Eisenberger: Geheimrat, Lehrer und Sprachforscher Oskar Weise, Admiral von Heller, Ehrenbürger Gunter Emmerlich und Frau von Unruh, die beste Freundin ihres Vaters.

Doch weil der Diener von Christiana, der Eisenberger Mohr, wegen Krankheit ausfällt, droht das Dinner zu platzen. Aber zum Glück gibt es ja Hofdame Auguste".

Der weibliche Butler-Ersatz, gespielt von Eva Schletter, serviert Essen und Getränke, schlüpft in die Rolle der imaginären Geburtstagsgäste und bringt pflichtbewußt einen Trinkspruch nach dem anderen auf die Gastgeberin aus.

"Das Vier-Gang Menü besteht aus regionalen Gerichten: Eisenberger Allerlei, Forelle aus der Rauda, Broiler und Prophetenkuchen.

Eingeschenkt wird Gotha-Wermut, Saale-Unstrut Wein, Köstritzer Schwarzbier und ein Bitterlikör.

Da auch die Hofdame Auguste - wie Butler James im bekannten Original - der Reihe nach die gefüllten Gläser der nur im Geiste an der Tafel sitzenden Geburtstagsgäste leeren muß, ist es mit ihrer würdevollen Haltung bald geschehen.

"Das Publikum wird sich köstlich amüsieren", verspricht Bea Müller. "Denn Frauensind anders betrunken als Männer, und das ist nicht weniger bühnenreif".

Natürlich fehlt in der regionalen Dinner-Version auch die berühmte Stolperfalle nicht. "Sie besteht allerdings nicht wie im Fernseh-Sketch aus einem ausgelegtem Tigerfell, sondern stilecht aus dem Eisenberger Löwen", sagt Bea Müller.

Als Conférencier führt Fürstin Gloria (Gabriele Hemerka) in die kuriose Geschichte des "Mohrendinner für Eene" ein.

Vielleicht entwickelt sie sich ja auch zu einem Dauerbrenner. Jedes Jahr das gleiche Eisenberger Theater - schön wäre es jedenfalls", sagt Kabarettistin Müller.

*Das Stück ist eine Fernsehproduktion des NDR aus dem Jahr 1963 und wurde seitdem 231 Mal in Deutschland ausgestrahlt.